PhotopilotPhotopilot
Vorgehensweise

Wie fotografieren Sie Kleidung für Ihren Webshop?

Richten Sie ein festes Set mit weichem, gleichmäßigem Licht, einem Stativ und einem einheitlichen Hintergrund ein, und wählen Sie pro Artikelgruppe eine feste Methode: Flatlay, Bügel, Schaufensterpuppe oder Model. Fotografieren Sie pro Kleidungsstück immer dieselben Ansichten in derselben Reihenfolge und geben Sie jedem Foto direkt die Artikelnummer mit; Hintergrund, Ausschnitt und Farbe kann die Software anschließend automatisch angleichen.

Aktualisiert:

Flat lay eines gestreiften Longsleeves, einer weiten Jeans, einer Mütze und weißer Sneaker auf weißem Untergrund
  • 3 – 6 Ansichten pro Kleidungsstück, je nach Typ
  • 1 Aufbau fester Platz für Kamera, Licht und Produkt
  • iPhone ausreichend für Flatlays, Bügel und kleine Serien

Der Grundaufbau: fester Platz, Stativ, gleichmäßiger Hintergrund

Die wichtigste Entscheidung ist nicht, welche Kamera Sie kaufen, sondern dass Sie einen festen Platz einrichten, den Sie nicht jedes Mal neu aufbauen müssen. Eine Ecke von zwei mal drei Metern reicht für Flatlays und eine Puppe. Markieren Sie mit Klebeband, wo Kamera, Stativ und Produkt stehen, damit jedes Foto aus derselben Entfernung und Höhe aufgenommen wird.

Wählen Sie einen gleichmäßigen Hintergrund in Weiß oder Hellgrau: eine Rolle Fotopapier, eine gestrichene Wand oder eine weiße Platte auf dem Boden für Flatlays. Der Hintergrund muss nicht perfekt weiß sein, denn er wird später ersetzt. Er sollte aber gleichmäßig sein, ohne Flecken, Nähte oder Gegenstände, die halb im Bild stehen.

Legen Sie neben dem Set einen Steamer, Nadeln, Clips, eine Fusselrolle und eine Schere für lose Fäden bereit. Jede Minute, die Sie vor dem Foto in das Kleidungsstück investieren, spart deutlich mehr Zeit in der Nachbearbeitung – und Software kann eine Falte nie so gut entfernen wie ein Steamer.

  • Stativ mit fester Markierung auf dem Boden
  • Einfarbiger weißer oder hellgrauer Hintergrund
  • Zwei weiche Lichtquellen, links und rechts vom Produkt
  • Steamer, Fusselroller, Stecknadeln und Clips
  • Barcodescanner oder Smartphone zum Scannen des Artikels

Licht: weich, gleichmäßig und immer gleich

Tageslicht wirkt kostenlos, verändert sich aber je nach Stunde und Jahreszeit. Dadurch sieht derselbe Pullover morgens anders aus als nachmittags, und die Farbe in Ihrem Webshop stimmt nicht mehr mit dem echten Produkt überein. Für einen Webshop arbeiten Sie deshalb mit Kunstlicht, das Sie jeden Tag gleich einstellen.

Zwei Softboxen oder LED-Panels mit Diffusor, schräg links und rechts vom Produkt, sorgen für weiches Licht ohne harte Schatten. Stellen Sie sie im gleichen Abstand und mit gleicher Leistung auf und schalten Sie das übrige Licht im Raum aus. Verwenden Sie Leuchten mit hoher Farbwiedergabe und stellen Sie an der Kamera einen festen Weißabgleich ein, statt den automatischen Weißabgleich zu nutzen.

Als Richtwert kostet ein Set aus zwei guten LED-Panels oder Softboxen €150 bis €600; Studioblitze mit Lichtformern liegen bei etwa €800 bis €2.500, Marktpreise in den Niederlanden 2026. Fotografieren Sie bei jeder neuen Session zuerst eine Graukarte oder einen festen Referenzartikel, dann sehen Sie sofort, ob sich etwas verändert hat.

Mischlicht ist der größte Farbkiller: Tageslicht durchs Fenster plus eine warme Deckenlampe plus Ihre Softbox ergeben drei Farbtemperaturen in einem Foto.

Flat lay, Kleiderbügel, Schaufensterpuppe oder Model: Welche Methode wählen Sie?

Es gibt vier gängige Methoden, Kleidung zu fotografieren, und die besten Onlineshops wählen pro Artikelgruppe eine Methode und bleiben dabei. Bei einem Flat lay legen Sie das Kleidungsstück flach hin und fotografieren es direkt von oben; das ist schnell und günstig, zeigt aber wenig Passform. Am Kleiderbügel geht es noch schneller, wirkt aber schnell wie eine Kleinanzeige für gebrauchte Ware.

Auf einer Schaufensterpuppe bekommt das Kleidungsstück Volumen und Schultern. Entfernen Sie die Puppe anschließend, nennt man das ghost mannequin oder Hohlpuppe, und das Kleidungsstück wirkt, als würde es schweben. On-model, also von einem Model getragen, zeigt die Passform am besten, erfordert aber ein Model, Styling und mehr Zeit pro Artikel.

Viele Webshops kombinieren beides: einen Packshot an der Puppe oder als Flat Lay als erstes Bild in der Liste und ein Modelfoto als zweites Bild oder Hoverbild. Immer häufiger wird dieses Modelfoto per KI aus dem Packshot erstellt, sodass Sie das Studio nur noch für das Produktbild benötigen.

Die vier Methoden im Vergleich
MethodeZeit pro ArtikelPassform sichtbarFunktioniert gut für
Flat Lay1 – 3 MinutenWenigT-Shirts, Kinderkleidung, Socken, Accessoires, Sets
Bügel1 – 2 MinutenMäßigHemden, Blusen, schnelle Erfassung
Schaufensterpuppe oder Ghost Mannequin3 – 6 MinutenGutJacken, Blazer, Pullover, Kleider, Hosen
On-model10 – 20 MinutenSehr gutHero-Bilder, passformkritische Artikel, Kampagnen
Dunkles plissiertes Kleid mit Fransen auf einer Puppe vor hellem Studiohintergrund
Ein Kleid an der Schaufensterpuppe: das Quellfoto für einen Ghost-Packshot, Hintergrund und Puppe werden später entfernt.

Welche Ansichten erstellen Sie je Produkttyp?

Legen Sie vorab fest, welche Fotos jede Produktdetailseite, die PDP, benötigt und in welcher Reihenfolge. Das nennen wir Bildslots: Slot 1 ist zum Beispiel immer die Vorderansicht, Slot 2 die Rückansicht und Slot 3 ein Detail. Kunden scrollen schneller durch einen Webshop, in dem jeder Artikel gleich aufgebaut ist, und Ihr Team weiß genau, was noch fehlt.

Die Anzahl der Ansichten hängt vom Typ ab. Für ein Basic-T-Shirt reichen Vorderansicht und Rückansicht, bei einer Jacke sind auch Details von Verschluss und Futter sinnvoll, und Schuhe fotografieren Sie mindestens in der Seitenansicht, schräg von vorn und von oben. Fotografieren Sie immer in derselben Reihenfolge, dann müssen Sie später nichts sortieren.

Detailbilder machen oft den Unterschied zwischen Zögern und Kaufen. Denken Sie an den Stoff aus der Nähe, einen Print, die Knöpfe, das Innenetikett oder das Pflegeetikett. Mit einer festen Liste pro Artikelgruppe vergessen Sie sie nicht.

Gängige Ansichten pro Artikelgruppe
ArtikelgruppeFeste AnsichtenZusätzlich, wenn möglich
Shirts und PulloverVorderansicht, RückansichtDetail Stoff oder Print, Kragen
Jacken und BlazerVorderansicht, Rückansicht, SeitenansichtVerschluss, Futter, Kapuze
Hosen und RöckeVorderansicht, RückansichtBund, Taschen, Beinweite
KleiderVorderansicht, RückansichtDetail Stoff, Verschluss, Model
SchuheSeitenansicht, schräg von vorne, obenRückansicht, Sohle
TaschenVorderansicht, Seitenansicht, RückansichtInnenseite, Verschluss, Tragebild
Zuschneideeinstellungen pro Artikelgruppe mit festen Slots für Schuhe: Vorderansicht, Seitenansicht und Rückansicht
Feste Slots und Zuschnitte pro Artikelgruppe, zum Beispiel Schuh Vorderansicht, Seitenansicht und Rückansicht.

Smartphone oder Kamera?

Ein aktuelles iPhone macht scharfe Fotos, die für Flatlays, Hänger und kleine Serien mehr als ausreichen, besonders wenn Sie mit Stativ und konstantem Licht arbeiten. Der größte Vorteil ist die Geschwindigkeit: Scannen, Fotografieren und Hochladen erfolgen auf demselben Gerät. Für Secondhand, kleine Boutiquen und kurzfristige Nachbestellungen ist das oft der sinnvollste Weg.

Eine Systemkamera ist bei großen Volumen, Modelfotos und Stoffen mit feinen Details im Vorteil. Sie haben mehr Kontrolle über Schärfentiefe, Blitzlicht und Farbe, und mit einem Tethered-Setup erscheint jedes Foto sofort groß auf einem Bildschirm. Eine gute Kamera mit Standardobjektiv kostet als Richtwert €1.500 bis €3.500, Marktpreise in den Niederlanden 2026.

Es muss kein Entweder-oder sein. Viele Händler fotografieren die Hauptkollektion im Studio und ergänzen Lücken, Retouren oder Einzelartikel mit dem Smartphone. Solange beide Wege derselben Benennung und derselben Nachbearbeitung folgen, sehen Sie im Webshop keinen Unterschied.

Richtwert, Marktpreise in den Niederlanden 2026
SeitenverhältnisTelefonSystemkameraStudio-Setup mit Software
InvestitionSmartphone plus 200 € – 700 € für Stativ und Licht2.000 € – 6.000 € inklusive Licht€12.500 – €25.000
Volumen pro TagDutzende ArtikelDutzende bis HunderteHunderte Artikel
Stark beiGeschwindigkeit, Flatlays, kleine SerienDetail, Farbe, ModelfotosGroße Volumen, Sets und Models

Dateinamen und Zuordnung zum richtigen Artikel

Die meiste Zeit geht nicht beim Fotografieren verloren, sondern danach: Fotos von der Speicherkarte holen, umbenennen, sortieren und herausfinden, welches Foto zu welchem Artikel und welcher Farbe gehört. Ein fester Dateiname verhindert das. Ein gängiges Muster ist Artikelnummer, Farbcode und laufende Nummer, zum Beispiel 10234_navy_01.jpg für die Vorderansicht und 10234_navy_02.jpg für die Rückansicht.

Verwenden Sie die Nummer, die auch Ihr Kassen- oder ERP-System nutzt, oder den EAN-Code des Barcodes. Vermeiden Sie Leerzeichen, Akzente und freie Beschreibungen wie blauwe-trui-nieuw-def.jpg, denn daran kann kein System zuverlässig anknüpfen. Legen Sie das Muster fest und sorgen Sie dafür, dass alle, die fotografieren, dasselbe verwenden.

Am besten ist es, wenn das Foto gar keinen Namen bekommen muss, weil Sie zuerst den Barcode scannen und das Foto danach direkt mit diesem Artikel verknüpfen. Dann gibt es keinen losen Ordner mit Dateien mehr, der noch aussortiert werden muss.

Zwei Bildslots für einen Rock, Vorderansicht und Rückansicht, beide live im Webshop
Vorder- und Rückansicht eines Artikels, jeweils in einem festen Bildslot.

Checkliste für jedes Fotoshooting

Eine kurze Checkliste sorgt für gleichbleibende Qualität, auch wenn verschiedene Personen fotografieren. Hängen Sie sie neben das Set und gehen Sie sie zu Beginn jeder Session kurz durch.

ZeitpunktPrüfenWarum
Vor der SessionKamera auf Stativ und Markierung, Weißabgleich fest eingestellt, Graukarte fotografiertJedes Foto gleich groß und in derselben Farbe
Vor der SessionAnderes Licht aus, Softboxen fest eingestelltKeine gemischten Farbtemperaturen
Pro ArtikelBarcode gescannt oder Artikelnummer notiertFoto landet beim richtigen Artikel
Pro ArtikelGedämpft, Etiketten und Fäden entfernt, Knöpfe geschlossenWeniger Nachbearbeitung
Pro ArtikelAlle Ansichten in fester ReihenfolgeKeine Lücken in den Bildslots
Nach der SitzungStichprobenprüfung von Schärfe und Farbe neben dem echten ProduktWeniger Retouren durch Farbabweichungen

Wie Photopilot hilft: iPhone-App und Studio mit Canon

Mit der Photopilot-App für iPhone scannen Sie zuerst den Barcode des Artikels. Die App fragt, ob Sie ein Flat Lay, eine Schaufensterpuppe oder einen Bügel fotografieren, und das Foto ist anschließend direkt beim richtigen Artikel – ohne Umbenennen oder Hochladen. Mit dem Artikelinfo-Scanner lesen Sie in derselben App auch das Material- und Pflegeetikett aus; Pflegesymbole werden live im Sucher erkannt.

Photopilot Studio ist eine App für Windows und macOS mit direkter Anbindung an Canon-Kameras. Sie scannen den Artikel, fotografieren, und jede Aufnahme erhält sofort Artikel, Ansicht, Reihenfolge und Veröffentlichungsstatus. Wenn Sie mit anderer Studiosoftware wie Capture One arbeiten, werden Fotos über einen freigegebenen Ordner mit festen Dateinamen importiert. Ein kompletter Aufbau mit einer Canon EOS R6, zwei bis vier Blitzen oder Lampen und Photopilot Studio beginnt ungefähr bei 12.500 € – 25.000 €.

Dan übernimmt die Software die Standardarbeit: Hintergrund entfernen, nach Ihrem Raster pro Artikelgruppe zuschneiden, Schatten und Farbkorrektur – alles im Monatspaket ab 500 € pro Monat. Das Entfernen der Puppe kostet höchstens 0,05 € – 0,21 € pro Bild. Wenn Sie aus Ihrem Packshot auch ein Modelfoto machen möchten, erstellt Photopilot es mit AI für 0,05 € – 0,21 € pro Foto in der Warteschlange, oft innerhalb einer Stunde.

Wann ist Photopilot nicht nötig?

Wenn Sie nur ein paar neue Artikel pro Monat verkaufen, reichen oft ein Smartphone mit Stativ, zwei Lampen und ein kostenloses oder günstiges Tool zum Entfernen des Hintergrunds. Das Gleiche gilt, wenn Sie ausschließlich Lieferantenbilder verwenden und nie selbst fotografieren; dann ist das automatische Einlesen dieser Bilder wichtiger als ein Fotostudio.

Photopilot wird interessant, sobald Sie wöchentlich Dutzende bis Hunderte Artikel fotografieren, mit mehreren Personen arbeiten oder Bilder aus Studio, Telefon und von Lieferanten parallel verwenden. Dann liegt der Gewinn nicht im Foto selbst, sondern in allem, was danach kommt: zuordnen, bearbeiten, prüfen und veröffentlichen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Wie machen Sie selbst gute Kleidungsfotos für Ihren Webshop?

Arbeiten Sie von einem festen Standort aus mit einem Stativ, zwei weichen Lichtquellen und einem gleichmäßigen weißen oder hellgrauen Hintergrund. Dämpfen Sie das Kleidungsstück, fotografieren Sie je Artikelgruppe immer dieselben Ansichten und lassen Sie Hintergrund und Bildausschnitt anschließend automatisch angleichen.

Können Sie Kleidung mit Ihrem Smartphone fotografieren?

Ja. Ein aktuelles Smartphone reicht für Flatlays, Kleiderbügel und kleine Serien völlig aus, besonders mit Stativ und konstanter Beleuchtung. Bei großen Mengen, Modelfotos und Stoffen mit feinen Details bietet eine Systemkamera mehr Kontrolle.

Was ist besser: Flat Lay oder Schaufensterpuppe?

Ein Flatlay ist schneller und eignet sich gut für T-Shirts, Kinderkleidung und Accessoires. Eine Schaufensterpuppe zeigt mehr Passform und Volumen und passt besser zu Jacken, Blazern, Pullovern und Kleidern. Wählen Sie pro Artikelgruppe eine Methode, damit Ihre Kategorieseite ruhig wirkt.

Welches Licht benötigen Sie, um Kleidung zu fotografieren?

Zwei Softboxen oder LED-Panels mit Diffusor, links und rechts vom Produkt, während das übrige Licht im Raum ausgeschaltet ist. Als Richtwert kostet ein solches Set 150 € bis 600 €. Vermeiden Sie Tageslicht und Mischlicht, da die Farbe sonst von Foto zu Foto abweicht.

Wie viele Fotos benötigen Sie pro Kleidungsstück?

Meist drei bis sechs: Vorderansicht und Rückansicht als Basis, ergänzt um eine Seitenansicht, ein Detail von Stoff oder Verschluss und eventuell ein Modelfoto. Legen Sie pro Artikelgruppe fest, welche Ansichten in welcher Reihenfolge erscheinen.

Wie nennt man Produktfotos für einen Webshop?

Verwenden Sie die Artikelnummer oder die EAN, gefolgt von einem Farbcode und einer laufenden Nummer, zum Beispiel 10234_navy_01.jpg. Vermeiden Sie Leerzeichen und freie Beschreibungen. Noch besser ist ein Ablauf, bei dem Sie zuerst den Barcode scannen, sodass das Foto ohne Namen direkt beim Artikel landet.

Welcher Hintergrund eignet sich am besten für Kleidungsfotos?

Ein gleichmäßiger weißer oder hellgrauer Hintergrund ohne Flecken oder Nähte. Er muss nicht perfekt weiß sein, wenn Sie den Hintergrund anschließend automatisch ersetzen; Gleichmäßigkeit ist wichtiger als Weiß.

Wie vermeiden Sie Farbabweichungen zwischen Foto und echtem Produkt?

Verwenden Sie immer dasselbe Kunstlicht, fixieren Sie den Weißabgleich und fotografieren Sie bei jeder Session zuerst eine Graukarte. Software mit Farbkorrektur auf Basis von Referenzbildern gleicht die letzten Unterschiede aus.

Was kostet ein eigenes Fotostudio für Kleidung?

Mit einem Smartphone, Stativ und zwei Lampen starten Sie für ein paar Hundert Euro. Eine Systemkamera mit Licht kostet grob €2.000 bis €6.000, und ein komplettes Studio-Setup mit Canon und Photopilot Studio etwa €12.500 – €25.000.