Bildarten: Packshot, Flatlay und on-model
Eine Produktseite besteht selten aus nur einer Bildart. Meist beginnt die Reihe mit einem ruhigen Produktbild, danach folgen ein Modelbild, Details und manchmal ein Stimmungsbild. Jede Bildart hat einen eigenen Zweck: das Produkt erkennen, die Passform sehen oder ein Gefühl vermitteln.
Die folgenden Begriffe werden in den Niederlanden häufig auf Englisch verwendet. Wir nennen den gängigen Begriff und erklären, was damit gemeint ist.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Packshot | Produktfoto auf einem einheitlichen, meist weißen oder hellgrauen Hintergrund, ohne Model oder Dekor. Das Standardbild auf Produktseiten und Marktplätzen. |
| Ghost mannequin | Packshot von Kleidung an einer Schaufensterpuppe, die anschließend entfernt wurde, sodass das Kleidungsstück dreidimensional zu schweben scheint. Auch Ghost Mannequin oder Invisible Mannequin genannt. |
| Flat Lay | Kleidung oder ein komplettes Outfit flach ausgelegt und von oben fotografiert. Schnell und günstig, zeigt aber wenig Passform. |
| On-model | Bild des Produkts, getragen von einem Model, im Studio oder vor Ort. Zeigt Passform, Länge und Stofffall am besten. |
| Lookbook | Eine Reihe gestylter Bilder, die eine Kollektion oder ein Thema zeigen, oft mit kompletten Outfits. Sie soll inspirieren und dient weniger dazu, einen einzelnen Artikel zu verkaufen. |
| Kampagnenbild | Stimmungsvolles Bild für eine Saison oder Aktion, vor Ort oder in einem Set. Wird auf der Homepage, in Bannern, Newslettern und Social Media verwendet. |

Bildbearbeitung: vom Raster bis zur Retusche
Zwischen dem Rohfoto und dem Bild in Ihrem Webshop liegen einige feste Schritte. Je konsequenter Sie diese ausführen, desto ruhiger wirkt Ihre Kategorieseite. Viele dieser Schritte werden heute automatisch erledigt, die Begriffe bleiben jedoch dieselben.
In Photopilot sind Hintergrund, Zuschnitt nach Raster, Schatten und Farbkorrektur Standardbearbeitungen im Tarif ab €500 pro Monat; das Entfernen einer Schaufensterpuppe kostet höchstens €0,05 – €0,21 pro Bild.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Vorlage | Feste Vorgaben dafür, wie ein Bild zugeschnitten wird: Format, Ränder und wo zum Beispiel die Schultern oder die Schuhsohle liegen. So werden alle Artikel gleich groß und auf derselben Höhe dargestellt. |
| Smart Crop | Automatischer Zuschnitt, bei dem die Software das Produkt oder den Körper erkennt und das Bild nach dem Raster zuschneidet, statt mit einem festen Rand zu arbeiten. |
| Freigestellt | Ein Produkt, das von seinem Hintergrund getrennt ist, damit es auf Weiß, auf einer Farbe oder transparent platziert werden kann. Auf Englisch cutout. |
| Clipping Path | Ein gezeichneter Pfad um das Produkt, mit dem es freigestellt wird. Ursprünglich Handarbeit in einem Bildbearbeitungsprogramm, heute oft automatisch. |
| Schatten | Ein natürlicher oder hinzugefügter Schatten unter dem Produkt, damit ein freigestelltes Bild nicht schwebt. Meistens ein weicher Schlagschatten oder eine Spiegelung. |
| Farbkorrektur | Anpassung von Farbe und Weißabgleich, damit das Produkt auf dem Bildschirm dieselbe Farbe hat wie in Wirklichkeit. Wichtig, um farbbedingte Retouren zu vermeiden. |
| Retusche | Manuelle oder automatische Bildbereinigung: Fusseln, Falten, Staub, labels oder eine Puppe entfernen. |
| Hochskalieren | Ein Bild auf eine höhere Auflösung vergrößern. Gutes Upscaling macht ein Bild schärfer, ohne Details zu erfinden; in Photopilot ist das auf 4K bis 9K möglich, genug für ein A2-Poster mit 300 dpi. |

Onlineshop und SEO: PDP, PLP und Alt-Text
Im Webshop selbst kommen Bild und Text zusammen. Die Produktseite soll verkaufen, die Kategorieseite soll Überblick geben, und Suchmaschinen müssen verstehen, was dort steht. Dazu gehören einige feste Felder und Begriffe.
Auch Sprachmodelle, die Fragen von Shoppern beantworten, lesen diese Felder. Ein guter Titel, eine gute Beschreibung und ein guter Alt-Text helfen also nicht nur bei Google.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| PDP | Product Detail Page: die Produktseite eines einzelnen Artikels mit Bildern, Titel, Preis, Größen, Beschreibung und Merkmalen. |
| PLP | Product Listing Page: die Kategorie- oder Suchergebnisseite mit einem Raster aus Artikeln. Hier fällt ein unruhiges Layout zuerst auf. |
| Alt-Text | Kurze Beschreibung eines Bildes für Screenreader und Suchmaschinen, zum Beispiel schwarzer Wollmantel mit Reverskragen am Model. |
| SEO-Titel | Der Titel, den Suchmaschinen in den Ergebnissen anzeigen, meist bis etwa 60 Zeichen, mit dem wichtigsten Suchbegriff am Anfang. |
| Metabeschreibung | Kurze Zusammenfassung unter dem SEO-Titel in Suchergebnissen, etwa 140 bis 160 Zeichen. Beeinflusst, ob jemand weiterklickt. |
| Shop the Look | Block oder Seite, auf der ein komplettes Outfit gezeigt wird, wobei die einzelnen Artikel direkt angeklickt oder in den Warenkorb gelegt werden können. |
| Cross-Sell | Empfehlung ergänzender Artikel zu einem Produkt, zum Beispiel eines Gürtels zu einer Hose. Häufig basierend auf Looks oder Kombinationen. |
AI in Produktcontent: generativ, bearbeitend und Hausmodels
AI wird im Produktcontent auf zwei Arten eingesetzt: um vorhandene Bilder zu bearbeiten und um neue Bilder oder Texte zu erstellen. Dieser Unterschied ist wichtig, sowohl für die Qualität als auch für den Preis. Bearbeitende AI bleibt nah am Foto, generative AI erzeugt etwas Neues.
Einige Begriffe in dieser Liste sind Photopilot-Namen. Wir nennen sie, weil Sie ihnen auf dieser Website begegnen, und weisen darauf hin, dass es sich um Produktnamen handelt.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Generative KI | AI, die neue Bilder oder Texte erstellt, zum Beispiel ein Modelfoto aus einem Packshot oder eine Produktbeschreibung aus Artikeldaten. In Photopilot kostet ein AI-Foto 0,05 € – 0,21 €. |
| Bearbeitende KI | AI, die ein vorhandenes Foto bearbeitet, ohne etwas Neues zu erzeugen, zum Beispiel den Hintergrund entfernt, zuschneidet oder Farben korrigiert. |
| KI-Model | Ein Fotomodel, das vollständig von KI erstellt wurde und nicht existiert. Wird auch für das KI-System selbst verwendet, achten Sie daher auf den Kontext. |
| AI-Hausmodel | Ein festes AI-Modell, das ein Webshop immer wieder verwendet, damit alle Modelbilder erkennbar zusammengehören. In Photopilot erstellen Sie ein eigenes Modell mit Vorderansicht, Seitenansicht und Rückansicht für €1,37. |
| Virtual try-on | Technik, mit der ein Shopper ein Kleidungsstück virtuell an einem eigenen Foto oder Avatar anprobiert. Das ist etwas anderes als KI-Modelbilder, die der Webshop selbst erstellt. |
| Größengarantie | Photopilot-Funktion, mit der Ihr eigenes Kleidungsstück mit der echten Passform auf einem (Haus-)Model erscheint, ausgehend von Ihrer eigenen Aufnahme oder vollständig per KI aus einem Packshot. |
| Iris | Der AI creative director in Photopilot, der die Szenen und Posen eines AI-shoot auswählt. |

Produktdaten: EAN, SKU und Varianten
Bilder und Texte sind erst nutzbar, wenn sie dem richtigen Artikel zugeordnet sind. Dafür sind Codes und feste Felder erforderlich. Gerade in der Mode, mit Farben und Größen pro Modell, passieren hier häufig Fehler.
Es hilft, im Team festzulegen, was Sie unter Artikel, Variante und Farbartikel verstehen. Lieferanten, ERP und Webshop verwenden diese Begriffe nicht immer gleich.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| EAN / GTIN | Weltweit eindeutiger Barcode eines Produkts, meist 13-stellig. In der Mode hat jede Kombination aus Farbe und Größe eine eigene EAN. GTIN ist die internationale übergeordnete Bezeichnung. |
| SKU | Stock Keeping Unit: der interne Code, mit dem ein Händler einen Lagerartikel verwaltet, häufig pro Farbe und Größe. |
| Variante | Eine Ausführung desselben Produkts, zum Beispiel eine andere Größe oder Farbe. Varianten teilen sich meist Titel und Beschreibung. |
| Farbartikel | Ein Modell in einer Farbe, mit allen Größen darunter. Bilder gehören zum Farbartikel, denn die Größe verändert das Bild nicht. |
| Materialzusammensetzung | Die Fasern, aus denen ein Kleidungsstück besteht, in Prozent, zum Beispiel 80% Wolle und 20% Polyamid. In der EU gesetzlich auf dem Etikett vorgeschrieben. |
| Waschsymbole | Die Piktogramme auf dem Pflegeetikett, oder care label, für Waschen, Bleichen, Trocknen, Bügeln und chemische Reinigung. |
Systeme: PIM, DAM, ERP und Feeds
Produktcontent durchläuft mehrere Systeme, bevor er online ist. Welches System für welches Feld führend ist, entscheidet darüber, wie reibungslos dieser Prozess läuft. In unserer Erklärung zu PIM, DAM und Content-Workflows erfahren Sie, wann Sie welches System benötigen.
Eine kurze Zusammenfassung der Systeme, denen Sie am häufigsten begegnen, finden Sie unten.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| ERP | Enterprise Resource Planning: das administrative Herzstück mit Artikelnummern, EAN, Bestand, Preisen und Bestellungen. Im Handel oft mit dem Kassensystem kombiniert. |
| PIM | Product Information Management: System, in dem Produktinformationen angereichert, übersetzt und für jeden Vertriebskanal vorbereitet werden. |
| DAM | Digital Asset Management: System zur Verwaltung von Bild- und Videodateien, mit Versionen, Rechten und Metadaten. |
| PLM | Product Lifecycle Management: System für Design und Produktion, vom Techpack bis zum Sample. Vor allem bei Marken mit eigener Kollektion. |
| Produktfeed | Eine Datei oder Anbindung, häufig CSV, XML oder JSON, mit Artikeldaten zum Beispiel für Marketplaces, Preisvergleichsportale oder ein anderes System. |
Vom Konzept zur Praxis
Die Begriffe sind vor allem hilfreich, damit Sie mit Fotografen, Agenturen und Softwareanbietern dieselbe Sprache sprechen. Fragen Sie bei einem Angebot zum Beispiel immer, ob es um Packshots oder on-model geht, ob ghost mannequin-Retusche enthalten ist und nach welchem Raster geliefert wird.
In Photopilot laufen die meisten Begriffe pro Artikel zusammen: Quellbilder und Packshots, Bearbeitung nach Ihrem Raster, KI-Modelbilder, Produkttexte mit SEO-Titel und Metabeschreibung sowie Veröffentlichung in Ihrem Webshop, Feed oder PIM. Sie sehen pro Artikel, was bereits vorhanden ist und was noch fehlt.
Wenn Sie tiefer in ein Thema einsteigen möchten, sehen Sie sich die verwandten Artikel unten an, etwa dazu, was ein Packshot kostet oder wie Ghost-Mannequin-Fotografie funktioniert.
Fehlt Ihnen ein Begriff? Die Liste wird regelmäßig mit Begriffen aktualisiert, die uns in Gesprächen mit Webshops begegnen.


